ISEK

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept - Erhebungen

Der Markt Ebensfeld hat im Frühjahr 2020 beschlossen, ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeiten zu lassen und dafür die Planungsbüros Architekten Franke + Messmer (Emskirchen) und GEO-PLAN (Bayreuth) beauftragt. Das ISEK hat die Aufgabe, durch eine themenübergreifende Herangehensweise Entwicklungsziele und Projekte für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung des Marktes Ebensfeld zu definieren. Das betrifft neben der Siedlungsentwicklung auch Themen wie Verkehr, Demographie und Soziales, Gewerbeentwicklung und Einzelhandel, Tourismus und Naherholung oder Energie.

Grundlagen für die konzeptionellen Überlegungen bilden fachliche Auswertungen und Einschätzungen, aber auch eine Beteiligung der Ebensfelder Bevölkerung durch Veranstaltungen und Befragungen sowie Bestandserhebungen der Planer.

In einem ersten Schritt werden die Planer in den kommenden Tagen eine Erhebung des aktuellen Bestandes an Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomiebetrieben durchführen. Die Mitarbeiter der Büros werden die Betriebsinhaber auch darum bitten, die Verkaufsflächen und Sortimente erheben zu dürfen. Ziel des Themenfeldes Einzelhandel ist es, Handlungsbedarfe einer städtebaulich geordneten und an den Versorgungsansprüchen der Bevölkerung ausgerichteten Einzelhandelsentwicklung in Ebensfeld aufzuzeigen.

„Ein wichtiges Anliegen der Marktgemeinde ist es“, so Bürgermeister Bernhard Storath, „ein möglichst passgenaues Konzept zu erstellen. Und das erfordert nun mal eine möglichst präzise Kenntnis der örtlichen Situation. Bitte unterstützen Sie daher die Planer, die sich mit einem Schreiben des Marktes Ebensfeld ausweisen können, bei ihren Erhebungen und geben Sie ihnen die erforderlichen Auskünfte.“

Ebensfeld, 14.10.2020

Bernhard Storath
Erster Bürgermeister

Was ist ein ISEK?

(Auszugsweise aus der Arbeitshilfe – Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte)

Ein ISEK:
- bezieht sich auf ein konkretes Gebiet und stimmt teilräumliche Planungen mit den übergeordneten räumlichen Ebenen (Gesamtstadt, Region) ab,
- begründet Anpassungserfordernisse und beschreibt Ziele und Handlungsschwerpunkte,
- verfolgt einen ganzheitlichen, integrierten Planungsansatz unter Beachtung sozialer, städte-baulicher, kultureller, ökonomischer und ökologischer Handlungsfelder,
- entwickelt lösungsorientierte Maßnahmen, die über reine Tatbestände der Städtebauförderung hinausgehen,
- setzt zeitliche und inhaltliche Prioritäten,
- ist interdisziplinäre Gemeinschaftsaufgabe verwaltungsexterner und interner Akteure,
- entsteht unter Beteiligung der Öffentlichkeit,
- erleichtert die Bündelung öffentlicher sowie privater Mittel und fokussiert sie auf zielgerichtete und untereinander abgestimmte Maßnahmen,
- setzt Impulse für die Stadtentwicklung und initiiert Akteursnetzwerke,
- ist auf kontinuierliche Fortschreibung angelegt und dient als langfristiger Orientierungsrahmen - passt sich neuen Herausforderungen an und
- ist solange aktuell und hilfreich, wie Problemlagen und Entwicklungsziele fortbestehen.

Warum (u.a. neben förderrechtlichen Aspekten) ein ISEK?
Städte und Gemeinden sind Ankerpunkte für Wohnen, Leben, Arbeiten, Bildung, Freizeit und Kultur. Deshalb ist es das Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die Qualität folgender Bereiche zu verbessern und langfristig zu sichern:

- soziale, kulturelle und technische Infrastruktur,
- öffentlicher Raum,
- Wirtschaft und Arbeitsplätze,
- Nahversorgung,
- Baukultur,
- Mobilität sowie
- Wohnraum und Wohnumfeld.

Es ist äußerst wichtig, dass Kommunen Interessenkonflikte ernst nehmen, Entscheidungsprozesse transparent machen und Entscheidungen nachvollziehbar begründen.
Isek bieten durch die integrierte Herangehensweise ein vielfach bewährtes Instrument, um diesen Herausforderungen mit einem zwischen öffentlichen und privaten Akteuren abgestimmten handeln zu begegnen.

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