Tourismus

Kleukheim und Peusenhof

Der größte Ortsteil des Marktes Ebensfeld ist mit 610 Einwohnern Kleukheim im Kellbachgrund. Die Pfarrkirche, aus einheimischem Sandstein gebaut, bildet durch ihre imposante Erscheinung den Mittelpunkt des Dorfes. Beide Seiten des Kellbaches säumen sehenswerte Fachwerkhäuser. Der Einsatz der Kleukheimer wurde 1979 beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" auf Bundesebene mit einer Goldmedaille belohnt.

Trotz der Eingemeindung in den Markt Ebensfeld im Jahre 1978 haben sich die Kleukheimer viel von ihrer Eigenständigkeit bewahrt. Am Faschingssonntag strömen Tausende hierher zum größten Faschingsumzug im Landkreis Lichtenfels, die Theateraufführungen des Junglandvereins sind weithin bekannt.  Das Jubiläumsjahr „875 Jahre Kleukheim“ haben die Bewohner 2012 mit viel Engagement und Fantasie gefeiert, die Veranstaltungsreihe hat den sozialen Zusammenhalt sowie die Dorfkultur noch mehr gestärkt.

Die örtlichen Vereine, die Kirchengemeinde und die Freiwillige Feuerwehr sorgen für ein reichhaltiges kulturelles Angebot. Ein vielseitig nutzbares Sportheim und ein gepflegter Sportplatz bieten die räumlichen Voraussetzungen. Die Pfarrkirche, an der der berühmte Baumeister Bonalino arbeitete, erhielt ihre jetzige Gestalt um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Kirchweih wird am 2. Sonntag im Juli gefeiert.

Der Ortsname des 1137 erstmals urkundlich erwähnten Dorfes berichtet von zwei Volksgruppen, die hier ansässig waren. Während die erste Silbe aus der Sprache der slawischen Wenden stammt, ist die zweite fränkischen Ursprung. Die Landwirtschaft ermöglichte auf den mittelschweren Böden des Jura-Vorlandes besonders gute Getreideernten. Der Kellbach trieb zwei Getreidemühlen und eine Ziegelei lieferte Bausteine. Durch die fortschreitende Industrialisierung verschwanden fast alle Handwerksbetriebe und die Landwirtschaft wurde nach der Flurbereinigung meist im Nebenerwerb betrieben.

Kaum einen Kilometer südlich liegt in einer Talmulde versteckt der Weiler Peusenhof. Er hat sich aus einem Gutshof der Benediktinerabtei Michaelsberg zu Bamberg entwickelt und gehört seit Beginn des 19. Jahrhunderts politisch zu Kleukheim.

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